Sonntag, 30. April 2017

Auf Stilmission

Heute erwartet euch ein Post der etwas anderen Art. Ich habe heute keine neuen Schnitte, keine neuen Stoffe, keine Designbeispiele und damit auch keine Fotos für euch. Und trotzdem geht es mir heute irgendwie ums Nähen, um meine Kleidung  - und damit auch ganz viel um mich selbst (Nehmt euch einen Kaffee oder Tee und macht es euch gemütlich - es wird etwas länger heute) . 
Ich merke, wie mir dieser Teil besonders schwer über die Tasten geht. Es ist so viel einfacher über Schnitte und Stoffe zu schreiben, als über mich selbst, meine eigenen Gedanken und damit auch über meine Unsicherheiten. Schon lange hadere ich immer wieder mit mir und meinem Kleiderschrank. Der ein oder andere von euch wird jetzt vielleicht denken 'Was hat sie denn, sie näht doch tolle Sachen' (das habe ich bei der Stil-Mission auch mehrfach gehört). Das stimmt. Ich habe ganz nette Kleidung und nähe auch schöne Stücke. Ich finde das meiste im Schrank ganz Ok, aber oft eben auch nicht mehr. Mir fehlt der 'Wow'-Moment und das die Kleidungsstücke miteinander verbindende Glied. 
Bei meiner Suche nach dem, was ich eigentlich will (das kann ich gar nicht richtig benennen), bin ich auf Frau Maier gestossen. In der letzten Woche habe ich mich bei ihrer kostenlosen Stilmission: 5Tage ein Ziel - dein Stil ganz intensiv mit der Frage nach meinem Stil und meiner Ausstrahlung auseinander gesetzt und möchte meine Erfahrungen mit euch teilen. 

Unterschwellig bin ich schon immer auf der Suche nach mir und meinem eigenen Stil. Als Kind wusste ich zwar, was mir gefällt, ich war aber meist zu schüchtern, um meine Wünsche zu äußern. Das hat dazu geführt, dass ich nur selten wirklich das getragen habe, was ich wollte oder, was fast noch schlimmer war, die 'uncoole' Variante dessen, was ich wollte und was 'in' war. 
Als Studentin habe ich mich dann zum Ausgleich ausprobiert und unkontrolliert alles getragen, was der Markt oder der Secondhand so her gab. Manches war schön, vieles aber auch nicht und gehört sowohl farblich als auch stofflich in die 'nie wieder' Kategorie.
Mit dem ersten Job ist dann schleichend die Langeweile in meinen Kleiderschrank eingezogen. Ich habe nur noch Kleidung gekauft, die ich auch im Job anziehen könnte. Das führte dazu, dass ich zu jedem Event, egal ob Kneipengang mit Freunden, Theater oder Disco immer die gleiche Klamotte zur Auswahl hatte und immer gleich aussah. Ich hatte auf einmal das Gefühl immer im Job zu sein, keine Facetten mehr zu zeigen und die Unzufriedenheit und Unsicherheit bezüglich meiner Kleidung wuchs. 

Heute, mit über vierzig, weiß ich wieder ganz gut, welche Schnitte und welche Farben zu mir passen. Nicht ganz unbeteiligt daran ist Elke mit ihrem Blog Elle Puls. Elke beschäftigt sich schon seit langem mit der Frage nach der stilvollen (selbstgenähten) Garderobe und ihre Beiträge regen mich immer wieder zum Nachdenken und Überprüfen meiner Garderobe an. Sie war es auch, die mir den Impuls gegeben hat, eine Farb- und Stiltypberatung zu machen. Vor allem die Farbberatung hat mir sehr viel Klarheit und Sicherheit für die Farben in meinem Kleiderschrank gegeben, wofür ich sehr dankbar bin. Ich habe Farben eine Chance gegeben, die ich vorher beim Kauf nicht berücksichtigt hätte (und die wirklich toll für mich sind) und klammere jetzt viele Farben aus, was mir Kaufentscheidungen sehr erleichtert.

Aber ganz glücklich bin ich mit meiner Garderobe immer noch nicht. Sie ist alltagstauglich - aber nicht viel mehr. Mir fehlt  - wie gesagt - häufig der Wow-Effekt, das Tüpfelchen auf dem i und - das ist vielleicht das Entscheidendste - die Kombinierbarkeit. Gerade beim Selbernähen tappe ich immer wieder in die Falle und nähe 'Einzelstücke', Kleidung, die für sich getragen hübsch ist, sich aber nicht mit meinen vorhandenen Kleidern kombinieren lässt. Bei Kleidern ist das nicht so wild, sie sind ja bereits Outfit in sich, bei Röcken, Tops und Jacken finde ich das schwieriger. Was ich nicht gut kombinieren kann, wird nur sehr selten angezogen und endet dann häufig als Schrankleiche. Das möchte ich langfristig ändern. Nicht zuletzt auch wegen des Nachhaltigkeitsgedankens. Ich möchte weniger 'für die Tonne' nähen, sondern Kleidung die zu meinen Anlässen (sprich, Alltag, Job, Festlichkeiten), zu meinem Kleiderschrank und damit zu mir passen.
Mit diesen Gedanken beschäftige ich mich schon seit ein paar Monaten etwas intensiver. Angestoßen von den Beiträgen zur 'Capsule Wardrobe' bei Elle Puls und ihren Gedankensschwestern, kaufe ich zwischenzeitlich sehr viel bewußter Stoffe für mich. Nicht mehr jede Stoffneuheit, die in den Designbeispielen verlockend aussieht, muss in meinen Warenkorb wandern. Jeder Stoffkauf wird mehrfach überdacht, jeder Korb mehrfach wieder geleert bevor eine Bestellung tatsächlich abgeschickt wird. Das ist für mich ein Fortschritt. Aber habe ich meinen Stil damit schon gefunden? Nein! Deshalb bin ich auch so froh, dass ich Frau Maier gefunden habe.

Elle Puls hat hier zum ersten Mal von ihr berichtet. Katharina von Frau Maier ist eine 'unkonventionelle Stilberaterin' und ihr Ansatz hat mich sofort überzeugt:

'Schönheit beginnt im Herzen, und geht dann vom Kopf bis zu den Füßen'.

Neben persönlichen Coachings und Kleiderschrankanalysen hilft sie Frauen in einem 8-wöchigen Onlineseminar 'StilSicher in 8 Wochen' (der nächste Kurs beginnt übrigens am 5. Mai) ihre eigene Stilsicherheit, ihre Ausstrahlung und ihr Selbstvertrauen (wieder) zu finden. Dabei wird niemandem ein Stil aufgedrückt, sondern jeder wird dazu angeleitet seinen eigenen persönlichen stofflichen Ausdruck zu finden. Frau Maier hält nichts von klassischen Farbberatungen, Must-have-Listen oder Mode-Trends. Sie wendet sich individuell jeder Frau mit ihren eigenen Vorlieben und Ideen zu und versucht von dort aus zu optimieren. Das mag ich!

Nach Elkes Bericht hatte ich mich für den Newsletter von Frau Maier angemeldet. Darin erfährt man immer wieder von neuen Angeboten, aber auch von kostenlosen Webinaren oder wie zuletzt von der 5-tägigen Stil-Mission. Ich habe mich direkt angemeldet und konnte so einen kleinen Einblick in ihre Arbeitsweise erhaschen. 

Bild: Frau Maier
Kurs bereits vorbei, nächstes Angebot folgt voraussichtlich im Herbst

Der erste Tag begann mit dem Blick in den Spiegel. Was sehe ich? 
So beginnt  -so weit ich weiß - jeder Kurs bei Frau Maier. Nach ihrer Auffassung steht und fällt Ausstrahlung, Wirkung und Stil mit der eigenen Wahrnehmung. Wenn man sich selber doof findet oder nur die vermeindlichen Schwachstellen sieht, dann strahlt man das auch aus. Ganz klar. Es gilt also den Fokus zu verschieben und etwas zu an sich zu finden, was einem gefällt - und sei es nur das linke Ohrläppchen.
Ich selber war eigentlich der Meinung, dass ich mich ganz Ok finde. Ich kriege morgens (noch nicht) schlechte Laune, wenn ich in den Spiegel gucke. Trotzdem ist mir die Übung erstaunlich schwer gefallen. Was finde ich denn gut an mir? Also nicht nur akzeptabel oder 'nicht so schlimm', sondern wirklich schön? Das hat mich herausgefordert...
Die nächsten Schritte waren dafür für mich recht einfach - nicht zuletzt, weil ich mich mit den nächsten Themen schon bei der Farb- und Stiltypberatung auseinander gesetzt habe:
An Tag 2 galt es seinen Körper kennenzulernen. In unseren Sphären wird die X (oder Sanduhr)-Silhouette als besonders schön wahrgenommen. Aber tatsächlich haben nur die wenigsten Frauen genau diese Figur. Wenn man weiß, wie man gebaut ist, kann man das X durch die richtige Schnittwahl optisch erzeugen. Es galt also sich auszumessen und den Typ zu bestimmen (in der Fachwelt spricht man von X, H, O, Y usw.). Dann folgten für jeden Typen Schnittempfehlungen und Empfehlungen zur optischen Verschlankung oder Stauchung, Vergrößerung oder Verkleinerung usw. Diese Tipps wurden (v.a.) an Tag 3 in der eigens für die Stil-Mission eröffneten Facebook-Gruppe angewendet. Jeder Teilnehmer konnte seine Lieblingsoutfits oder auch Problemoutfits posten und in der Gruppe besprechen. Ich bin eigentlich nicht der größte Freund von FB Gruppen, habe mich in dieser aber sehr wohl gefühlt. Der Umgang miteinander war sehr wertschätzend und liebevoll. Wir haben alle wahnsinnig viel voneinander gelernt - auch wenn der Geschmack nicht immer der gleiche war. Ich fand beeindruckend, wie nur ganz kleine Veränderungen ein Outfit um Längen optimiert hat - Hosenbein kürzer oder schmaler, Kette länger oder kürzer, andere Jacke oder anderes Shirt, andere Schuhfarbe und gleich stand ein 'anderer' Mensch vor einem. Frau Maier hat uns in dieser Phase sehr intensiv betreut und durch ihre Kommentare, die immer auf den Punkt genau waren, wahnsinnig geholfen und weitergebracht. Ein dickes Dankschön auch von mir an dich Katharina, an dieser Stelle! 
Tag 4 stand im Zeichen der 'Farben'. Hier ging es nicht um eine klassische Farbberatung wie ich sie gemacht habe, sondern um die eigene Farbigkeit. Nach einem gezielten Blick in den eigenen Kleiderschrank sollten wir unsere eigene Grundfarbigkeit erstellen (welche Farben ziehen wir immer an, warum - und welche nicht so oft, warum) und Akzentfarben dazu wählen. Diese Farbentscheidungen helfen später beim Kleiderkauf und führen zu mehr Kombinationsmöglichkeiten innerhalb des Kleiderschrankes. Dieser Aspekt wird für meine weiteren Stoffkäufe und Auswahl der Nähprojekte besonders wichtig bleiben. 
Der letzte Tag beschäftigte sich mit der Kombinationskunst - meiner immer noch größten Baustelle. Ich habe gelernt, dass ein 'gutes' und stimmiges Outfit meistens aus drei Teilen besteht - dass eine kleine Jacke, ein Schal oder ähnliches, jedes Outfit aufwertet. Meine Outfits bestehen bisher meist nur aus Hose und Top - daran werde ich also arbeiten.
Natürlich gehören auch Schuhe und Accessoires zu einem stimmigen Outfit dazu. Diese Themen wurden in diesem Kurs allerdings nur angerissen, da sie den Rahmen gesprengt hätten. Die Inhalte haben uns in dieser direkten Folge auch so schon fast erschlagen. Ich brauche auf jeden Fall ein wenig Zeit, um das Gelernte sacken zu lassen und bewußt anzuwenden. 

Aus gutem Grund kümmert sich der 'große' Stilkurs 'StilSicher in 8 Wochen' über zwei Monate verteilt um das Äußere. In einem entspannterem Tempo und mit detaillierteren Informationen und Tipps als die, die wir in der Stil-Mission bekommen haben (hier wurden die Allgemeingültigsten vermittelt), wird Frau zum eigenen Stil geführt, bekommt sie ihre Ausstrahlung zurück.
Neben den Themen, die ich gerade beschrieben habe, behandelt der Stilkurs auch die Frage der Materialien (für uns Nähdamen nicht ganz unwichtig!), Details und Accessoires, Kleiderschrankanalyse, Kombinationsmöglichkeiten & Styleboard, Anlass-Check (welche Anlässe bietet mein Leben, was und wieviel braucht mein Kleiderschrank für welchen Lebensbereich - ein für mich sehr entscheidendes Thema), Smart Shopping-Guide, Planungsvorlagen und Waschen&Pflegen der Kleidung...
All das kann man in einem Basis-Programm selbständig anhand der gelieferten Materialien erarbeiten, oder aber auch - wie ich es während der Stil-Mission gemacht habe - in der Premium Variante. Die beinhaltet die Facebook-Gruppe 'Stil-Heldinnen' und diverse Live-Calls in denen man direkt mit Frau Maier und eingeladenen Experten drängende Fragen zusätzlich besprechen kann.
Ich hätte mich vor der Stil-Mission als Alleinlernerin eingestuft, muss aber zugeben, dass ich ohne die FB-Gruppe nicht hätte sein wollen. Ich habe von den anderen sehr viel gelernt, Impulse bekommen und mein Auge geschult. Das ist total viel wert. Für mich geht so ein Kurs eigentlich nicht mehr ohne...

Warum mache ich hier (kostenlos!) Werbung für Frau Maier? Weil ich überzeugt bin. Weil es ein mir wichtiges Thema ist.
Weil sie mich durch ihre Tipps und Webinare meinem eigenen Stil  und meiner eigenen stofflichen Zufriedenheit ein Stückchen näher bringt. Und nicht nur mich. 
Ich finde wir sollten uns alle ein bisschen Unterstützung gönnen. Gerade beim Selbernähen ist Stilsicherheit von großer Bedeutung. Es müssen beim Nähen viel mehr Entscheidungen als beim Kleiderkauf getroffen werden, es ist viel wichtiger seinen Körper und die damit passenden Schnitte zu kennen. Das spart Nähfrust, Stoff und Schrankleichen.
Ich bin noch lange nicht da, wo ich sein will. Aber ich bin auf dem Weg. Mit diesem Kerngerüst weiß ich noch mehr, wo ich hin will. Und wenn ich im nächsten Jahr wieder arbeiten werde und sich somit neue stoffliche 'Anlässe' in meinem Kleiderschrank ankündigen, werde ich gerne wieder auf Frau Maier zurückgreifen und mir neue Impulse holen. Das bin ich mir wert!

Seid ihr auch ein wenig auf der Suche nach eurem Stil oder nicht immer ganz zufrieden mit euch oder euren Nähwerken? Ihr habt Lust euch unterstützen zu lassen, seid aber unsicher, ob dieser StilSicher Kurs etwas für euch ist? Dann kommt doch rüber in die Facebook-Gruppe 'Stilsicher Nähen' von Elle Puls. In dieser Gruppe können wir uns ganz grundsätzlich über das 'Nähen mit Stil' austauschen, ihr habt aber auch die Gelegenheit Elke und weitere Teilnehmer der Stilkurses zu löchern und Fragen loszuwerden. Auch Katharina von Frau Maier wird dabei sein und per Live-Call Fragen beantworten, wenn ihr sie habt. Ich finde das Angebot von Elke sehr spannend und freu mich, wenn wir uns dort wiedersehen.
Die Gruppe wird nur bis zum 8. Mai bestehen und dann wieder aufgelöst. 

Bild: Elle Puls

Puh, so viel habe ich schon lange nicht mehr geschrieben! Ich freu mich, wenn ihr bis zum Ende gelesen habt und noch mehr, wenn wir uns bei Elke in der Gruppe wiedersehen.
Über eure Gedanken und Anregungen zum 'Nähen mit Stil' freue ich mich ebenso. Das Thema beschäftigt mich sehr und ich bin mir sicher, dass wir Nähbegeisterte viel voneinander lernen können.

Habt einen schönen Sonntag,
wir werden gleich mit Freunden im Park grillen (hier ist es fast überall erlaubt und erwünscht),

bis bald,

Maarika 

Donnerstag, 27. April 2017

Der April ist gelb - 12coloursofhandmadefashion

Es ist wieder soweit,  Tweed and Greet feiert auf ihrem Blog wieder im Rahmen der Aktion 12 Colours of Handmade Fashion eine Farbe. Diesmal steht GELB im Fokus.



Hätte mir jemand noch vor zwei Jahren diese Farbe vorgeschlagen, hätte ich milde gelächelt und dankend abgelehnt. Als bräunlicher Senfton - vielleicht, aber gelb in seiner reinen sonnigen Form - never!
Und dann - ihr ahnt es schon - kam die Farbberatung beim Nähcamp von Elle Puls und seither ist alles anders. Neben grün (yeah!) wurde gelb (yuck!) in seiner knalligsten Form als die Farbe ermittelt, die mich am meisten zum Strahlen bringt. Aha... Ich habe erst einmal geschluckt und mich auf grün und koralle konzentriert. Das hat mich direkt mehr angesprochen.
Aber ich bin auch lernfähig. Gelb ging mir seither irgendwie nicht mehr ganz aus dem Kopf. Und dann hab ich es getan und einfach ein super knalliges gelbes Sommertop gekauft. Und was soll ich sagen - es sieht überraschend gut aus!
Seither ist immer mal wieder etwas gelbes (in verschiedenen Nuancen) in meinen Kleiderschrank gewandert: Sandalen (hier zu sehen), mein ZsaZsa Mantel, mein Karlhorst, das Kantig Kleid, der Jasper Sweater... Und ein Ende ist nicht in Sicht. Ich habe erst gestern wieder gelbe Schuhe und Stoff für ein Sommerkleid (oder Bluse) gekauft. Gelb rocks! Gebt gelb eine Chance!



Mein heutiges 'GELB' ist nicht so knallig, wie es die Farbberatung vorschlägt, aber dafür sicher ein Ton, mit dem sich die Mehrheit der Gelbzögerlinge anfreunden kann. Ich würde ihn Senf nennen, Nosh nennt ihn Toffee - yummy! Der warme Gelbton, kombiniert mit Vanille - doppel yum! - lässt mich an Sommer, an gute Zeiten denken. Ich bereue sehr, dass ich nicht direkt mehr von diesem Stoff gekauft habe. Er ist nämlich nicht nur hübsch, sondern auch qualitativ der Wahnsinn. Wer Nosh Stoffe kennt, weiß, was ich meine.



Eigentlich schwebte mir ein Ringelkleid vor, das von Sommer und Meer träumen lässt. Zu meiner Überraschung war diese Farbkombi die einzige, die ich nicht in rauen Mengen gekauft habe. Wieso eigentlich. Also musste ein Plan B her. Ich habe meinen geplanten Kleiderschnitt -  die Else von schneidernmeistern - einfach auf Shirtlänge gekürzt und Voila! Hier ist ein neues Lieblingsshirt. Basic, leichter U-Boot Ausschnitt, 3/4-Ärmel und körpernah aber nicht eng. Genau so mag ich es. Es werden garantiert noch weitere folgen!



Rundum glücklich mit diesem Outfit und mit ganz viel Lust auf noch mehr gelb, mische ich mich unter die RUMs Damen.

Sonnige Grüße,

Maarika 

Schnitt: Kleid 'Else' (gekürzt auf Shirtlänge) by schneidernmeistern (pattern available in English at Näh-Connection)
Stoff: Bio-Sommer-Jersey Stripes Toffee by Nosh
Armband: Geschenk von den besten Nachbarn der Welt

Mittwoch, 26. April 2017

Meine neue Tasche: Umhängetasche Ajan

Taschen kann frau bekanntlich nicht genug haben. Und spätestens, wenn sie Kinder hat, können diese Taschen auch nicht groß genug sein.
Mit Tasche 'Ajan' ist Kreativlabor Berlin in Kooperation mit LalaFab nun ein ganz besonderer Coup gelungen. Sie haben eine Tasche kreiert, die sowohl praktisch veranlagte Mütter, als auch Studentinnen und vielleicht sogar Männer glücklich macht. 



Ajan erinnert ein wenig an den Messenger-Stil: rechteckig, geräumig, mit großer Klappe (drei unterschiedliche Modelle im Ebook enthalten), verstellbarem Gurtband und Steckverschlüssen. Sie passt also allein vom Format schon mal prima in jedes Büro, in die Uni oder einfach nur zum Shoppen.
Aber auch an praktische Details wurde gedacht. Sowohl im Innenbereich, als auch auf der Außentasche befinden sich zwei Reißverschlusstaschen, in die man wichtige Kleinigkeiten wie Schlüssel oder Handy verstauen kann. Zudem bieten zwei aufgesetzte Taschen vorne Raum für kleine Utensilien, Taschentücher usw.



Diese aufgesetzten Taschen werden laut Ebook mit einer Quetsch- oder Kellerfalte nach außen gearbeitet. Mir persönlich gefällt die versteckte Falte in Verbindung mit dem Kunstleder etwas besser, weshalb ich die Falte genau andersherum als beschrieben gefertigt habe. Der Effekt ist toll - und für euch eine weitere Möglichkeit die Tasche zu einem Unikat zu machen.
Für mich sollte Ajan ein echter Allrounder werden, eine Tasche, die zu vielen meiner Kleider passt und möglichst universell einsetzbar wird. Ich habe sie deshalb bewußt schlicht gehalten. Außen habe ich ein leicht strukturiertes braunes Kunstleder verwendet, das ich hier in Jerusalem gefunden habe. Das Innenfutter ist ebenfalls in Brauntönen gehalten. Die Punkte sind ein Hingucker, aber nicht zu auffällig.
Ich dachte Kunstleder wäre stabil genug und habe die Tasche ohne Vlieseinlage genäht. Das würde ich beim nächsten Mal auf jeden Fall anders machen, denn das Kunstleder fällt etwas in sich zusammen und ist nicht so formstabil, wie ich es mir wünschen würde.



Für den femininen Touch habe ich das Taschenzubehör in Kupfer verwendet, das es neuerdings bei Snaply im Sortiment gibt. Nicht, dass mein Mann meint, er könne sich die Tasche unter den Nagel reißen - haha. Ich finde die Farbe sensationell (schimmert fast schon wie rosegold) und auch die verschiedenen Schnallen- und Ringformen sind so schön! Mal was ganz anderes. Ich habe mir direkt alle Farben (gold, messing, silber, gunmetal) kaufen müssen. Hier ist Taschenzubehör nur sehr schwer und auch nicht immer in schön zu finden. Da muss ich in Deutschland Hamsterkäufe tätigen ;-)
Deshalb ist leider auch mein Gurtband etwas zu breit und wirft eine kleine Falte. Damit kann ich aber leben. 


Ich mag meine schlichte Ajan sehr und werde sie vermutlich noch einmal nähen müssen. Dann vielleicht etwas vergrößert und in schwarz  - für meinen Mann ;-)

Bis morgen, dann wird's gelb!

Maarika 

Schnitt: Ajan by Kreativlabor Berlin & LalaFab
Stoffe: Kunstleder aus Jerusalem, Baumwollwolle von Robert Kaufmann
verlinkt mit: AWS, TT

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