Mittwoch, 23. September 2020

Slow Fashion - Buchrezension

Slow Fashion - das ist ein Thema, das in der Nähwelt und in den sozialen Medien immer wieder diskutiert wird. Dabei geht es um die Frage, wie ich zeitlose Mode schaffen kann, die Mensch und Umwelt schont.

Yvonne von Henriette Vernäht hat sich diesem Thema schon lange verschrieben und nun endlich auch ein Buch nach diesem Konzept auf den Markt gebracht. 

Darin entwirft sie zeitlose, schlichte und vor allem miteinander kombinierbare Kleidungsstücke abseits schnelllebiger Trends, die - wenn man möchte - eine ganze Garderobe abdecken. 

Das Buch ist im Topp / Frech Verlag erschienen und enthält 8 Schnitte, die mehrheitlich für Webware ausgelegt sind. Von Bluse, Rock, Shirt, Kleid, Hose bis Jacke ist alles vertreten. Zwei Schnittmusterbögen und 122 Seiten führen selbst Nähanfänger nach  einer kleinen Einführung in das Konzept von Slowfashion und Capsule Wardrobe, einer  Stoffkunde und Nähinspirationen (Kombinationsmöglichkeiten der Kleidungsstücke  nach Jahreszeiten) definitiv zu tragbaren Lieblingsstücken.

Ich habe mich für eine zeitlose Kombi aus dem Shirt Antje und dem Glockenrock Mia entschieden. Das Shirt ist für dehnbare Stoffe konzipiert, hat einen etwas weiteren Ausschnitt und sitzt zwischen leger und körpernah - für meinen Geschmack genau richtig. So passt es sowohl zu Hosen wie auch Röcken und wird mit Cardigan oder kleiner Jacke schnell herbsttauglich gemacht.

Der Rock wird oben mit Gummibund genäht und hat zwei Nahttaschen, die ihn zu einem bequemen und lässigen Begleiter machen. Ich habe meinen Rock aus einem Tencel mit Leinenoptik genäht, den ich bereits vor längerer Zeit bei Mira Rockstock gekauft habe. Aufgrund der Raffung bzw. Weite des Rockes, würde ich auch keinen schwereren oder dickeren Stoff wählen.


Beim Schmökern im Buch habe ich auch schon ein paar weitere Schnitte entdeckt, die perfekt in meinen Schrank passen würden. Ganz weit oben auf der To-Sew-Liste steht zum Beispiel die Bluse Ida. Die passt wie das Shirt perfekt zu Rock UND Hose. 


Wenn ihr noch mehr Lust auf Einblicke in das Buch habt, dann schaut gerne bei Henriette vernäht Instagram vorbei. Dort stellt Yvonne das Buch in einem Video ausführlich vor. Unter dem #slowfashiondasbuch findet ihr darüber hinaus ganz viele bezaubernde Nähbeispiele, die beweisen, dass Slow Fashion abseits der Modetrends gar nicht langweilig ist!

Habt es schön,

Maarika

*** Dieser Beitrag enthält Werbung wegen Markennennung. Das Buch wurde mir zur Verfügung gestellt, die Meinung ist aber ganz und gar meine. ***

Schnitte: Antje und Mia aus dem Buch 'Slow Fashion' von Yvonne Wlaz
Stoffe: Ringeljersey aus meinem Stoffvorrat, Leinentencel gekauft bei Mira Rostock

Mittwoch, 16. September 2020

Fibre Mood #11 - Rock Anemone

Es ist Mitte September und damit wieder Zeit für eine neue Ausgabe der Nähzeitschrift FibreMood - im Moment mein liebstes Nähmagazin. Die Schnitte sind modern und frisch (dabei aber häufig leicht genäht), die Passform ist für mich und meine Familie in der Regel genau richtig und - das mag ich besonders - jede Ausgabe hält Schnitte für Groß und Klein bereit. 

Seit die Schule im August wieder losgegangen ist, habe ich gefühlt kaum noch Zeit zum Nähen. Die große Tochter ist jetzt auf der weiterführenden Schule, die kleine Tochter in der ersten Klasse. Beide brauchen nachmittags etwas Unterstützung - aber vor allem auch Fahrdienste zu den verschiedenen Hobbyschauplätzen und Verabredungen. Die liegen leider nicht vor unserer Tür. Aus diesem Grund habe ich mir aus der aktuellen Ausgabe der FibreMood fürs erste nur ein leichtes schnelles Projekt ausgesucht - den Rock Anemone.



Der Rock Anemone ist im Paperbag-Stil gehalten, das heisst, das Gummiband wird nicht bündig, sondern etwas tiefer im Bund eingezogen, wodurch eine Rüsche an der Bundkante entsteht. Laut Magazin kann dieser Rock aus fast allen Materialien genäht werden - der Fall ist dann aber unterschiedlich. 
Ich habe für diesen Rock einen mittelschweren Jeansstoff verwendet, da ich ein Basicteil schaffen wollte, das sich problemlos mit allen Shirts im Schrank kombinieren lässt. Für meinen Geschmack ist dieser Stoff aber fast schon einen Hauch zu schwer, da die Falten dadurch recht massiv werden. Beim nächsten Rock (und den wird es bestimmt geben), werde ich zu einem leichteren greifen...



Zu einem Paperbagrock würde ich immer ein körpernahes Oberteil wählen. Ich habe für das Tochterkind direkt zwei Oberteile genäht, die durch den Rippstrick und die Ringel einen Hauch von Retro versprühen - ich mag das ja sehr. Noch sitzen die Oberteile nicht eng - ich habe sie bewusst auf Zuwachs genäht, da das Kind gerade unverschämt schnell in die Höhe schießt. Da lohnt sich passgenau gerade nicht ;-)
Das senffarbene Oberteil ist eine ROMY von StudioSchnittreif - aus Materialmangel allerdings mit Halbarm und nur halben Rolli. Ich mag es.



Das Langarmshirt ist nach dem Schnitt CORY aus der FibreMood #8 genäht. Ich mag den Schnitt sehr und habe ihn aus Jersey bereits einige Male genäht. Aus Strick finde ich Cory auch gut - beim nächsten Mal würde ich allerdings den Nähdruck herunterschrauben und evt Nahtband mit einnähen. Vor allen an den Ärmeln hat sich der weiche Strick doch ein wenig gedehnt.


Mit diesem Rock begebe ich mich jetzt auf die Linkparty und hoffe ab sofort auf etwas mehr Nähzeit. Das Magazin hält in diesem Monat nämlich einige Schnitte bereit, die ich unbedingt ausprobieren möchte. Ganz weit vorne auf der To-Sew-Liste steht zum Beispiel die Bluse Paris... vielleicht schaffe ich es ja, sie im Rahmen des Sewalongs mitzunähen. Infos dazu (und auch den Einzelschnitt) findet ihr auf der Fibre Mood Seite.

Habt es schön,

Maarika


*** unbeauftragte Werbung wegen Verlinkungen und Markennennung***

Schnitte:
Rock Anemone - Fibre Mood #11
Rolli Romy - StudioSchnittreif
Shirt Cory - Fibre Mood #8

Stoffe: 
Jeans - aus Stoffladen am Ort
Rippstrick von Hamburger Liebe und Albstoffe

verlinkt mit: Linkparty #15


Mittwoch, 17. Juni 2020

Kleid Agatha - Fibre Mood #10

*Werbung wegen Nennung*

Es ist wieder Zeit für neue Inspirationen - das neue Fibre Mood Magazin ist seit heute im Handel und bringt viele coole Schnitte für den Sommer mit.
Ich durfte vorab das Kleid Agatha nähen. Es besticht durch seinen femininen Schnitt, einem tiefen Ausschnitt, Schmetterlingsärmel und einer Empire-Linie. Und auch wenn das eigentlich alles Elemente sind, um die ich normalerweise drum herum greife - hier hat es mich auf unerklärliche Weise angesprochen. Ich mache das rotblonde Model und den zitronengelben Jersey des Modellkleides dafür verantwortlich, haha... an dem sah Agatha ganz großartig aus!



Das Kleid Agatha ist eigentlich für leichten Jersey ausgelegt, kann aber auch aus Webware genäht werden, wenn man einen seitlichen Reißverschluss mit einfasst. Ich habe mich in Ermangelung einer leichten Jerseyviskose für den Mittelweg entschieden und eine Webwaren-Viskose mit leichtem Stretchanteil gewählt - das klappt wunderbar ganz ohne Reißverschluss.



Ich habe nach Maßtabelle eine Gr 40 ohne Änderungen genäht. Das passt mir genau richtig. Ob das Kleid ein Figurschmeichler ist? Ich habe da meine Zweifel. Empire-Linie sorgt bei mir immer sofort für Schwangerschaftsgerüchte... Aber eines kann ich versichern, das Kleid ist super super bequem, luftig und macht ganz viel Lust auf laue Sommernächte und Strandspaziergänge. Darauf freue ich mich schon!



Wenn ihr Lust habt euch auch die anderen Modelle aus der neuen Fibre Mood oder noch mehr Agathas anzuschauen, dann klickt euch doch zur Linkparty rüber.

Bis ganz bald,

Maarika 

Schnitt: Agatha - Fibre Mood #10
Stoff: Viskose gekauft bei Stofftanten