Mittwoch, 14. Februar 2018

Weihnachtliche Valentinsgrüße!

Heute ist Valentinstag. Der Tag, an dem sich Liebende kleine Geschenke machen, romantisch dinieren und Menschen ganz allgemein ihre Freundschaft feiern. Bei uns fällt das heute aus. Nicht, weil wir uns nicht lieb hätten, sondern schlicht und ergreifend, weil es heute nicht so gut passt. Der Tag ist gefüllt mit Terminen, mein Mann ist ohnehin nicht so überdrüber romantisch veranlagt - und ich, ich hab die ganze Woche mit den Kindern an diversen Valentinsgrüßen für die Mitschüler, Lehrer und Freunde geschrieben und gebastelt. Mein Soll ist erfüllt! 
Und ehrlich gesagt, lieb haben wir uns auch am Wochenende noch, wenn alle ganz entspannt sind. Ich unternehme lieber dann etwas Schönes!



Ich nutze den Valentinstag heute aber trotzdem als einen Tag, an dem ich meinen Mann in den Fokus rücke. Er ist schließlich derjenige, der mir den Rücken frei hält, wenn es nötig ist, meine Nähleidenschaft unterstützt, mich zwischen zwei Terminen geduldig fotografiert und - wie hier - auch selber immer wieder Model steht. Dafür bin ich ihm sehr dankbar!


Am meisten freue ich mich aber darüber, dass er meine Nähwerke auch noch gerne trägt (manchmal zu gerne und auch dann noch, wenn sie fast auseinander fallen).
Deshalb gab es zu Weihnachten einen neuen Hoodie - schlicht, aber mit einem entscheidenen Detail!
Genäht habe ich einen Hoodie nach dem Schnitt PaMico von Ki-ba-doo (alle Links zum Pulli unten). Diesen Schnitt habe ich bereits einige Male für ihn genäht (siehe hier und hier). Der Raglan-Schnitt passt einfach gut und der Kapuzenausschnitt gefällt mir ebenfalls sehr. Es muss ja nicht immer der überlappende sein, finde ich.


Als kleinen dezenten Hingucker habe ich den Lieblingsverein meines Mannes verewigt. Das habe ich bereits bei einem früheren Weihnachtspulli gemacht und auch dieses Mal kam es sehr gut an. Das freut mich sehr!


Mit den Farben, Details und der Stoffqualität habe ich bei meinem Mann total ins Schwarze getroffen. Und zwar so sehr, dass er den Pulli immer sofort anzieht, sobald er die Waschmaschine (bzw. die Trockenleine) verlässt. Für uns Bloggerinnen der Albtraum! 
Zum Glück ist die Qualität der Nosh Stoffe so großartig, dass man ihnen auch viele Wäschen nicht ansieht. Dieser Pulli hier wurde mindestens 5 Mal gewaschen, bevor ich meinen Mann (bei Eiseskälte) vor die Linse bekommen habe. Und die Stoffen sehen immer noch aus wie neu. Yeah!


Ich wünsche euch allen einen schönen Valentinstag und hoffentlich ein paar Sonnenstrahlen. 
Alles Liebe,

Maarika

Schnitt: PaMico by Ki-ba-doo
Stoffe: Bio-Sweat Stripe Loopback Sweatshirting black-vanilla, Bio-Jersey Flame (ältere Kollektion, zur Zeit nicht verfügbar) - beides Nosh
verlinkt mit: AWS, Ich näh Bio, Biostoffe

Donnerstag, 8. Februar 2018

Adelheid, oh Adelheid!

In Modefragen bin ich manchmal langsam. Ich habe es gerne schlicht und einfach, weiß, dass mir klassische Schnitte am besten passen und stehen. Da haben es Modeerscheinungen oft nicht leicht. Manchmal sogar schwer.


Zum Beispiel die Rüsche. Bevor ich überhaupt in Erwägung gezogen habe irgendetwas mit Rüschen anzuprobieren geschweige denn zu nähen, sind Monate vergangen. Da war die Rüsche fast schon wieder out. Aber, in abgemilderter Form mag ich sie mittlerweile ganz gern. Mein Mann nicht. Der braucht nämlich noch länger als ich wenn es um Modeerscheinungen geht. 


Kürzlich kam Monika von schneidernmeistern mit ihrem neuesten Schnitt um die Ecke. Adelheid, eine Bluse aus Webware - mit (und ohne) hochangesagten Bischofsärmeln. Bischofsärmel? Über meiner Stirn schwebten diverse Fragezeichen. Was sollte das denn sein? Vielleicht sowas wie Trompetenärmel (die ich übrigens furchtbar finde)?


Das erste Bild lieferte mir auch keine Hinweise. Ich sah nur eine schlichte Bluse in off-white auf meinem Handy-Display. Eine ganz schlichte Bluse ohne alles und mit langem Arm? Das ist nichts für mich, das sieht an mir aus wie ein Krankenhauskittel - ich spreche da aus Erfahrung.
Erst Elkes (Elle Puls) graue Version brachte für mich Licht ins Dunkel und zauberte gleich ein paar Herzchen in meine Augen. Adelheid ist eine schlichte Bluse mit angesetzten weiten Puffärmeln! Aha!
Bei genauerer (und vor allem vergrößerter) Betrachtung von Monikas heller Bluse konnte ich die Bischofsärmel übrigens auch entdecken. Mit Mitte 40 lässt offenbar nicht nur mein Trendbewusstsein, sondern auch meine Sehfähigkeit nach. Das aber nur am Rande...


Mit Elkes leuchtendem Beispiel vor Augen habe ich mich kurzentschlossen an den Schnitt herangewagt. Ich habe für die Bluse zu einem Double Gauze mit leichter Struktur gegriffen. Ich mag sowohl die Farbe als auch das dezente Muster total gerne. 
Die Bluse war recht flott und nicht kompliziert genäht. Allerdings sollte man vor dem Zuschnitt richtig Maßnehmen und sich an die Maßtabelle halten. Ich habe zwar gemessen, das Ergebnis ist aber im Brust - und Achselbereich etwas zu eng. Nach langem Rätseln wie das passieren konnte, bin ich darauf gekommen. Es ist mir ein wenig peinlich, deswegen führe ich es nicht aus. Nur soviel - in meinem Alter macht das Messen mit und ohne BH ein paar (entscheidende) cm aus! ...



Adelheid ist eine Bluse mit Raglanärmeln. Wenn man die Bischofsärmel nicht mag, kann man auch einen schmalen Arm oder kurzen Arm verwenden. Für Beispiele schaut doch mal bei schneidernmeistern vorbei.
Im Rücken erleichtert ein kleiner Schlitz das An- und Ausziehen und ist ein weiterer Hingucker.
Eine weitere Variante ist das Adelkleid - die Verlängerung zum Kleid, wie der Name schon sagt. Eine Adelheid für jede Gelegenheit, sozusagen.



Auch wenn meine erste Adelheid ein wenig zwackt, ich trage sie zur Zeit dennoch gerne. Der Stoff der Bluse ist einfach total angenehm, leicht und mit hübscher Struktur. Auch die Farbe mag ich sehr. Ich habe ihn mir damals noch in einer anderen Farbe gekauft. Wenn der Stoff reicht, wird daraus ebenfalls eine Adelheid - dann aber eine, die hundertprozentig passt. Der Schnitt ist schon ausgedruckt. Wer mag für mich kleben?



Adelheid gibt es in dieser Woche noch zum Einführungspreis. Ich begebe mich mit ihr jetzt erst einmal zum RUMs. Ich bin mir sicher, da werden mir noch weitere begegnen.
Habt es schön,
Maarika

Stoff: Polytex Double Gauze jeansblau - gekauft bei 5Traumpiraten (shop ist mittlerweile leider geschlossen)
verlinkt mit: RUMs

Mittwoch, 7. Februar 2018

Von Sommerkleidern und Ama Liebe...

Ich liebe Maxikleider. Nicht nur, weil sie seit ein paar Jahren nicht mehr aus der Modewelt wegzudenken sind, sondern auch, weil sie die Trägerin weiblich wirken lassen, eine Lässigkeit ausstrahlen, die ich mag, und dabei irgendwie 'angezogener' sind, als kurze Sommerkleider. Vor allem am Abend.  


Trotzdem habe ich mir noch NIE eins gekauft. Woran das liegt? Das kann ich euch verraten. Sie passen mir nicht. NIE! Jede Saison auf's Neue, wenn ich durch die Läden stöbere, springen mir hübsche Muster an langen Kleidern entgegen. Ich habe schon viele - wirklich viele - Modelle anprobiert. Aber sie passen einfach nicht! Für wen sind die Kleider gedacht? Für Supermodels ab 1,90cm, klapperdürr mit etwas Busen? Die Vermutung liegt nahe.  Bisher war jedes Kleid, das ich probiert habe entweder VIEL zu lang (eigentlich immer), viel zu weit (an den falschen Stellen) oder ich habe aufgrund des Schnittes ausgesehen wie zwölf. Das will man ja auch nicht (29 wäre Ok, aber 12?). 


Also habe ich mir Maxikleider selber genäht. Zum Glück kann ich das. Bisher sind in der Vergangenheit zwei entstanden (siehe hier und hier). Beide Modelle sind für den Hochsommer und gerne auch für den Strandurlaub geeignet. Im Alltag fühle ich mich (ohne zusätzliches Jäckchen) manchmal ein bisschen nackt. Das perfekte Maxikleid für einen Stadtbummel, Café Besuch oder Gang zum Amt fehlte mir immer noch... bis jetzt. In einer Herbstausgabe des Sonntagsschnacks hat die liebe Fredi von Seemannsgarn den heutigen Schnitt erwähnt. Ohne sie wäre ich sicherlich nicht auf das mir bis dahin unbekannte Label und den perfekten Schnitt gestoßen - vielen lieben Dank dafür!


Das Lois Dress von Tessuti bringt alles mit, was ich mir für ein Maxidress gewünscht habe. Figurgebend aber nicht eng geschnitten, mit V-Ausschnitt für den weiblichen Touch, überschnittene Schultern und eine gehbare Länge. LOVE IT! 
Den Schnitt gibt es leider nur auf englisch, das Kleid ist aber nicht schwierig zu nähen. Vor allem, wenn man wie ich die 'faule' Version wählt. Der Schnitt ist eigentlich für weich fallende Webware gedacht. Ich hatte aber die Vision von einem gemütlichem Kleid aus dehnbarem Stoff. Also habe ich (nach Maßtabelle) ohne Änderungen zugeschnitten und lediglich den Schritt mit dem seitlichen Reißverschluss übersprungen und die Seiten komplett geschlossen. Das hat wunderbar geklappt.



Ich habe für das Kleid einen Viskosejersey aus der aktuellen AMA Kollektion von Hamburger Liebe für Hilco gewählt. Er trägt den klangvollen Namen Aayana und ist noch in zwei weiteren Farbstellungen (blau und rosa) und auch als Popeline erhältlich (Auslieferung ab April).
Der Viskosejersey ist perfekt für lange Kleider und Röcke. Er ist schön leicht (bei Maxikleidern sehr wichtig, finde ich) und knittert nicht so schnell wie Webware. Man sieht also den ganzen Tag gut in seinem Kleid aus. Das ist mir wichtig.


Falls ihr Händler seid (oder einen kennt) - heute ist der letzte Tag für die Vorbestellungen! Danach geht die Stoffserie in die Produktion, damit die Stoffe pünktlich zu den warmen Tagen bei euch sein können. Im April sollen die Stoffe ausgeliefert werden.



Ich freue mich darauf dieses Kleid schon ganz bald wieder auszuführen und auch meinen Füßen wieder Freiraum zu geben. Aber auch wir hier in Jerusalem müssen noch ein klein wenig Geduld haben...

Sonnige Grüße,
Maarika

Schnitt: Lois Dress by Tessuti
Stoff: Viskosejersey Aayana aus der AMA Kollektion von Hamburger Liebe für Hilco
verlinkt mit: AWS

Dienstag, 6. Februar 2018

Träumen von Sommer - #Lilalottassummerline

In den letzten 5 Jahren haben wir im Sommer unsere Ferien bei meiner Familie im Norden Deutschlands verbracht. Sommer dort bedeutete immer, dass wir (verwöhnt vom israelischen Wetter) zu wenig warme Kleidung im Gepäck hatten und spätestens in der zweiten Woche lange Shirts und Hosen einkaufen mussten. Oder eben nähen. 
Ich weiß gar nicht, was uns wieder in den Norden zieht. Das 'gute' Wetter sicherlich nicht.



Aber der Plan steht. Wir wollen zurück in den Norden. In die Nähe von Familie und Freunden. Anträge sind gestellt, die ersten Bewerbungen geschrieben - jetzt gilt es Abwarten und Daumendrücken. Als Lehrer den Standort zu wechseln ist leider nicht so einfach wie man vielleicht meint. Da muss erst sehr viel Wasser über diverse Mühlen laufen (die Einzelheiten dieses Verfahrens erspar ich euch aber mal). Leider werden wir erst sehr kurz vor unserer Abreise hier erfahren, ob unser Standortwechsel in Deutschland klappt und wohin es schlussendlich geht... da bekomme ich direkt ein wenig Herzklopfen, wenn ich nur daran denke.



Deshalb konzentriere ich mich doch lieber auf das Nähwerk (alle Links und Infos unten), um das es heute eigentlich gehen soll. Es ist bei meinen Eltern (im Norden) entstanden und in einer Regenpause fotografiert worden. War klar, oder?
Aus der Erfahrung der letzen Jahre heraus, habe ich mich gar nicht erst an richtig sommerliche Schnitte heran gewagt, sondern habe den Zwiebellook gewählt. So ist aus einem fröhlichen Ringeljersey aus dem Hause Swafing ein Simples Shirt von Klimperklein entstanden (ohne Jacke ist es hier zu sehen). Der Schnitt gefällt mir ausgesprochen gut und wird in diesem Sommer sicher noch ein paar Mal genäht werden.
Darüber trägt meine Tochter einen Cardigan aus der Burda Style Kids 2017. Auch er ist schnell genäht und sitzt gut. Meine Tochter trägt ihn sehr gerne. Eigentlich sieht der Schnitt eine Knopfleiste vor. Meine Tochter schließt ihre Strickjacken aber in der Regel nie, weshalb ich hier darauf verzichtet habe. Sieht auch so gut aus, oder?


Für den Cardigan habe ich den Marie Flores Jersey aus der Summerline Kollektion von Lila-Lotta verwendet. Die Stoffe werden zur Zeit an die Händler ausgeliefert.
Das Design (pinke Blumen auf blauem Grund) hat bei meiner Tochter großen Zuspruch gefunden. Das Design ist sommerlich, ist aber durch die Farbkomposition das ganze Jahr über tragbar. Perfekt!


Auch wenn wir das gute Wetter nicht mit nach Deutschland nehmen können, so doch die Erinnerung an den Geruch von Rosmarin und Lavendel in der Luft, den warmen Wind auf der Haut und feinen Sand  überall. Wir werden es sehr vermissen...

Habt es schön,
Maarika 

Schnitt: Cardigan #610 Burda Style Kids 2017, Simples Shirt aus Buch Klimperklein 'Nähen mit Jersey für Kinder 
Stoff: Baumwolljersey Marie Flores blau aus der Summerline Kollektion by Lila-Lotta für Swafing, Ringeljersey Isa mint-rot by Swafing (beides zur Verfügung gestellt)
verlinkt mit: Dienstagsdinge, HoT

Freitag, 2. Februar 2018

Summertime...

... and the livin' is easy! Fish are jumping and the cotton is high!
Ich könnte ewig weiter vor mich hin summen, wenn ich die neue Frühjahr/Sommer Kollektion 'AMA' von Hamburger Liebe für Hilco sehe.



Ama ist eine für Hamburger Liebe recht ungewöhnliche Kollektion. Die Designs sind an afrikanische Waxprints angelehnt, aber auf deutlich tragefreundlichere Stoffe gebannt. Bunt und graphisch zeigen sich die Stoffdesigns mit blumigen Namen wie ABEBI, Abla, Aayana (um nur einige zu nennen)  auf Jersey, Viskosejersey, Blusenstoffen, Popeline und (auch neu) Canvas. Der Sommer kann kommen!


Ich habe anfangs gedacht, dass die AMA Kollektion nur uns Frauen anspricht. Aber weit gefehlt! Während ich am Computer durch die Designs scrollte, schaute mir das große Fräulein über die Schulter und geriet völlig in Verzückung! Bunt und Muster? Total ihr's! Sie hatte direkt diverse Ideen für Kleider und Röcke. Wer kann es ihr verdenken?
Ich bin in der Auswahl trotzdem ein bisschen egoistisch geblieben und habe zunächst meine Kleiderwünsche abgedeckt. Ein Maxirock für sie (aus einem Stoff ihrer Wahl) ist am Ende aber doch herausgesprungen. Ich bin ja nicht so ;-)



Ich habe ihr aus Popeline 'Abla' den Midi-Rock 'Picha' aus der La Maison Victor 2/2017 genäht. Den Rock hatte ich schon lange ins Auge gefasst und jetzt war die Zeit endlich reif.
Der Rock ist recht schnell genäht, die Bommeln selber gemacht und die Taschen praktisch. Der Rock ist leider etwas zu lang (zumindest im Vergleich zum Beispielfoto) - wobei meine Tochter an dieser Stelle widersprechen würde. Ein Rock kann gar nicht lang genug sein!
Sie trägt zu dem Rock übrigens ein Josy Shirt von Fritzi-Schnittreif, das ich bereits vor einiger Zeit genäht habe und das seither ständig im Einsatz ist. Es ist aber auch zu cool!


Die AMA Kollektion befindet sich (noch bis zum 7. Februar) für Händler in der Vorbestellung. Ab April sollen sie dann in den Verkauf gehen. Ein bisschen Geduld braucht ihr also noch.

Mit diesen Bilder verabschiede ich mich ins Wochenende. Ich wünsche euch ein bisschen Sonne,
macht's gut!

Maarika

Schnitt: Midi-Rock Picha aus der La Maison Victor 2/2017; Shirt Josy by Fritzi/Schnittreif
Stoff: Popeline Abla aus der AMA-Kollektion by Hamburger Liebe für Hilco (zur Verfügung gestellt)

Donnerstag, 1. Februar 2018

Ein Hauch von Afrika - Ama Kollektion von Hamburger Liebe

In dicke Decken gekuschelt, den warmen Wind der Klimaanlage im Haar, sitze ich auf dem Sofa - und träume von Afrika (oder auch jedem anderen warmen Land, um ehrlich zu sein, aber Afrika passt besser zum Thema). Ich sehe fröhliche Menschen mit Musik im Blut und einer Liebe zu bunten großgemusterten Stoffen...



Ich stelle mir vor, dass es Hamburger Liebe ganz ähnlich ging, als sie die neuen Stoffe für ihre Frühjahr/Sommerkollektion AMA für Hilco designed hat. Sehnsucht nach Wärme, Lebensfreude und ein bisschen bunt im grauen Hamburger Schietwetter... Aber ganz so war es dann doch nicht. Die wahre Entstehungsgeschichte könnt ihr bei ihr im Blog nachlesen.


Aber eindeutig von afrikanischen Wachsprints inspiriert, hat Hamburger Liebe eine ungewöhnliche Kollektion für Damen (und Kinder) zusammengestellt, die Lebensfreude und Summerfeeling ausstrahlt. 
Ich muss gestehen, dass ich mir die großen und graphisch bunten Muster im ersten Moment gar nicht gut vernäht (oder an mir) vorstellen konnte. Ich mag es ja immer eher dezent und das sind afrikanische Muster nun wirklich nicht. Außerdem wirken die Designs am Ballen nicht besonders. Aber dann habe ich die Stoffe drappiert gesehen und war völlig hin und weg. Ich finde alle Designs - und da übertreibe ich nicht - in allen Farben großartig!
Die Stoffe kommen in ganz unterschiedlichen Stoffqualitäten - von Popeline, über Jersey, Viskosejersey und Blusenstoff bis hin zu Canvas (Premiere!) ist alles dabei. Perfekt für luftige Sommerkleider, Blusen und Röcke. Mein Kopfkino hat sofort gerattert...


Ich habe mir mehrere Kleider genäht. Den Anfang hat ein sehr 'vorsichtiges' Kleid gemacht. Die Kleiderliebe von Jojolino stand schon länger auf meiner To-Sew-Liste. Ich mag Kleider mit schmalem Oberteil und weitem Rock. Das ist bequem und weiblich zugleich. Damit kann man nicht viel falsch machen.
Die Kleiderliebe ist ein schnelles und einfaches Nähprojekt und bietet einige Variationsmöglichkeiten (in der Länge). Die Passform ist toll und ich werde den Schnitt sicher noch häufiger verwenden. Das einzige, was ich mir wünschen würde, wäre eine Variante ohne Puffärmel. Die ist leider nicht enthalten. 


Ein schlichter Schnitt wie die Kleiderliebe kann Muster gut vertragen und bringt sie besonders gut zur Geltung. Ich habe mich hier für das Design Abebi auf Viskosejersey entschieden. Ich finde die Kombination von blau und hellbraun soooo schön! Wem das nicht so gut gefällt - es gibt das Design auch noch in rot und mint. Auch toll, aber noch mehr Sommer! Meine Farbstellung ist meiner Meinung nach ganzjahrestauglich und mit Cardigan (siehe unten) und Stiefeln auch im Herbst noch tragbar.



Hamburger Liebe ist mit dieser Kollektion nicht nur  design- und stofftechnisch neue Wege gegangen. Sie hat sich gemeinsam mit Hilco dazu entschieden 5% des Netto-Verkauferlöses der AMA-Kollektion an den gemeinnützigen Verein Africachild zu spenden. Ich finde das großartig! (Genaueres zum Projekt könnt ihr bei Hamburger Liebe nachlesen.)



Die Stoffe können in dieser Woche noch von Händlern vorbestellt werden und kommen dann bald in die Läden. Wenn euch die Stoffe gefallen, dann sprecht eure Händler gerne darauf an. Alle Designs und Nähbeispiele findet ihr wie immer im liebevoll zusammengestellten Lookbook Ama von Hamburger Liebe. Dort erfahrt ihr auch, was die jeweiligen Designnamen bedeuten.

Ich freue mich schon darauf euch meine anderen Kleider zu zeigen. Hoffentlich kann ich sie schon bald tragen...

Liebe Grüße,
Maarika

Schnitt: Kleiderliebe von Jojolino
Stoff: Ama Abebi Viskosejersey by Hamburger Liebe für Hilco (zur Verfügung gestellt) - coming soon
verlinkt mit: RUMs